Zusammenfassungen Vorträge

Sie sind hier: Home / Zusammenfassungen Vorträge

Shredlage: Neues Verfahren zur Silomaisaufbereitung
Shredlage® wird aktuell als neues Verfahren zur Optimierung der Grundfutterleistung diskutiert. Dabei wird die Maispflanze beim Häckseln so aufbereitet, dass sich die Strukturwirksamkeit der Maissilage verbessert. Die Körner werden hingegen fein zermahlen, sodass sich die Stärkeverdaulichkeit erhöht. Amerikanische Studien berichten von höheren TM-Aufnahmen und Milchleistungssteigerungen. Auch erste Praxisversuche in Deutschland zeigen ähnliche Trends.
Christian Harker, Ahrhoff GmbH, Bönen
Di, 7.2.2017, 14.30 Uhr

Digitalisierung von Dokumenten – Der „Belegesafe“ der Land-Data

Elektronisch eingegangene Belege müssen gemäß steuerlicher Vorschriften (GoBD) über die Dauer der Aufbewahrungsfrist unveränderbar und unverlierbar elektronisch gespeichert werden. Im Belegassistent in ADNOVA+ bietet LAND-DATA die Möglichkeit, digitale Belege in einem hoch sicheren Rechenzentrum zu archivieren und die Belege für den Mandanten/Unternehmer einer Buchstelle oder der Steuerberatungskanzlei zugänglich zu machen.

Die archivierten Belege und Auswertungen der Finanzbuchhaltung sind über den mobilen Online-Zugriff (auch Smartphone) zu jeder Zeit und von jedem Ort  aus verfügbar. Speziell für den landwirtschaftlichen Unternehmer und seinen Betrieb werden noch weitere interessante Anwendungen im Zusammenhang mit dem LAND-DATA  „Belegsafe“ vorgestellt
(App, Zahlungsverkehr, digitales Agrarbüro).

Bernhard Eggers, Land-Data, Visselhövede
Di, 7.2.2017, 15.00 Uhr

Mi, 8.2.2017, 21.00 Uhr
Fr. 10.2.2017, 18.30 Uhr

Fliegenbekämpfung – worauf kommt es an?
Fliegen sind nicht nur lästig für Mensch und Tier, sondern auch potenzielle Krankheitsüberträger. Um das Fliegenproblem dauerhaft zu lösen, muss die Bekämpfung strategisch angegangen werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Gülle, in der sich 80 bis 85 % der gesamten Fliegenpopulation im Stadium von Eiern und Maden befinden. Es soll aufgezeigt werden, welche Voraussetzungen –  insbesondere im Güllekanal –  gegeben sein müssen, um eine effektive und dauerhafte Fliegenbekämpfung zu erreichen.
Martin Reimann, AlzChem AG, Herzebrock-Clarholz
Di, 7.2.2017, 15.30 Uhr

Mehr Flexibilität und höhere Lebensdauer von Stromspeichersystemen durch parallel geschaltete Batterie-Speicherzellen

Folgende Aspekte werden in diesem Vortrag behandelt:
Bedeutung Stromspeicher
Peak-Shaving durch Minimierung der Spitzenlast: Stromkosten reduzieren.
Parallel statt seriell: Revolution für Energiespeicher
Energiespeicher bisheriger Stand der Technik
Probleme heutiger Technologien beim Design und Betrieb von Batteriespeichern
Lösungsansatz durch Parallel verschaltete Batteriezellen
Skalierbare Speichertechnologie für verändernde Batteriespeicher-Anforderungen
Arbeit oder Leistung? Wie kann man mit einem Speicher beide Anforderungen gerecht werden?
Förderungen

Christoph Wissing, Döpik Energietechnik GmbH, Stadtlohn – Weißer Saal
Di, 7.2.2017, 16.00 Uhr

Düngeverordnung: Gülle effizient einsetzen und die N- und P-Salden durch andere Nährstoffe entlasten

Nach wie vor wartet die Landwirtschaft auf das Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung. Denn diese stellt für den Landwirt eine große Herausforderung dar. Düngung muss zukünftig noch effizienter und dabei umweltgerechter sein. Für den Landwirt besteht die Aufgabe darin, mit geringerem Düngereinsatz dieselben bzw. höhere Erträge und Qualitäten zu erzeugen.

Besonders im Fokus stehen hierbei die Nährstoffe Stickstoff (N) und Phosphor (P), die stärker reglementiert werden sollen, sowie organische Düngemittel, die von der Lagerung bis zur Ausbringung durch weitere Auflagen geregelt werden sollen. Deshalb ist eine optimale Nutzung von Nährstoffen durch landwirtschaftliche Kulturen von großer Bedeutung.

Nährstoffeffizienz definiert, wie viel Ertrag pro kg eingesetztem Nährstoff erzielt werden kann. Um Stickstoff und Phosphor effizienter zu nutzen, ist somit eine optimalere Aufnahme in die Pflanze und eine bestmögliche Nutzung in der Pflanze erforderlich. Dabei unterstützen vor allem die Nährstoffe Kalium, Magnesium und Schwefel, die an vielen pflanzenphysiologischen Prozessen, wie Wurzelwachstum, Nährstoffaufnahme, Aminosäure- und Proteinbildung, etc. beteiligt sind.

Nach dem „Gesetz vom Minimum“ kann jeder Nährstoff nur dann optimal in Ertrag umgesetzt werden, wenn seine Nutzung nicht durch eine Unterversorgung eines anderen limitiert wird.

Dr. Heike Thiel, K +S Kali GmbH; Reinhard Elfrich, Everswinkel
Di, 7.2.2017, 17.00 Uhr

Trink-, Tränkwasser- und Bauschadstoff-Untersuchungen

Was bringen Trink- und Tränkwasseruntersuchungen?
Wer untersucht, weiß mehr bezüglich
•    Ihres Hausbrunnens nach der Trinkwasserverordnung
•    des Tränkwassers für Ihre Tiere z. B. nach dem Tierwohl.
•    Blei, Kupfer, Nickel in der Hausinstallation:
•    Legionellen im Trinkwassererwärmer

Gesundes Wohnen und Arbeiten erhöht die Lebensqualität
Eine Beeinträchtigung des Raumklimas kann auf belastete Baustoffe, Einrichtungsgegenstände oder Baumängel zurückzuführen sein.
Eine Bauschadstoffprüfung gibt Auskunft über Mängel:
•    Schimmelpilze in sichtbarer und verdeckter Form
•    Asbest oder künstliche Mineralwolle/ -fasern
•    Geruchsbelästigung z.B.: Formaldehyd, leichtflüchtige organische Verbindungen
•    Verwendung von Holzschutzmitteln oder anderen Bauschadstoffen

Melanie Dieckmann und Hubert Fels, Umweltlabor ACB GmbH, Münster
Di, 7.2.2017, 17.30 Uhr

Betriebsteilungen – quo vadis? Steuerliche Betrachtung von Betriebsteilung auf landwirtschaftlichen Hofstellen

Vorweggenommene Erbfolge, Ausgliederung gewerblicher Aktivitäten, Mehrfachnutzung der
Vieheinheitengrenze – die Motive für die Teilung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes können vielseitig sein.  Doch wann wird eine Betriebsteilung steuerlich tatsächlich anerkannt? Welche Anforderungen stellt das Finanzamt?

Besonders im Hinblick auf die geschlossenen Verträge, die dem Fremdvergleich standhalten und tatsächlich durchgeführt werden müssen, ist stets große Sorgfalt geboten. Platzt die Betriebsaufspaltung im Rahmen einer Außenprüfung, kann das für die Beteiligten einen hohen finanziellen Schaden zur Folge haben, den es frühzeitig zu verhindern gilt.

Bernhard Billermann und Felix Reimann, wetreu Alfred Haupt KG, Münster    
Di, 7.2.2017 18.00 Uhr

Saugferkelfütterung: Chancen und Grenzen einer intensiven Milchzufütterung
Die richtige Saugferkel-Beifütterung legt den Grundstein für eine gesunde, leistungsorientierte und ökonomisch nachhaltige Ferkelproduktion. Der Fachvortrag stellt die grundlegenden Systeme zur intensiven Beifütterung vor und geht dabei auf deren Vor- und Nachteile ein. Unter Betrachtung der Ferkelernährung werden aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Praxis vorgestellt.
Jürgen Breuing, Denkavit Futtermittel GmbH, Warendorf
Di, 7.2.2017 18.30 Uhr

Gesundheitsüberwachung der Milchkuh: Ketose-Früherkennung mithilfe eines automatischen Melksystems

Moderne automatische Melksysteme erfassen heute eine Vielzahl von Daten. Seit einiger Zeit besteht die Möglichkeit, den BCS-Wert (Body Condition Score) der Tiere täglich, automatisch zu erfassen. Somit entfällt ein manuelles Scoren der Tiere. Es gibt eine Vielzahl von technischen Möglichkeiten, eine Ketose zu detektieren. Dieses kann zum Beispiel die Messung des BHB-Wertes im Blut oder der Milch sein. Wesentlicher ist es allerdings, prophylaktisch die Gefahr einer Ketose zu reduzieren, indem zum Laktationsende eine zu starke Verfettung vermieden wird.

Weiterhin erkennt dieses System einen zu starken Körperfettabbau nach der Kalbung und kann so helfen, gefährdete Kühe zu analysieren, sodass diese prophylaktisch behandelt werden können. Das Erfassen dieser Daten ist die Grundlage; die Vernetzung dieser Daten in einem geeigneten Herdenmanagementsystem mit klaren Handlungsanweisungen, macht das Gesundheitsmonitoring erst nachhaltig und schlüssig.

Georg Haane, DeLaval GmbH, Tenhumberg Tier + Technik Vreden
Di, 7.2.2017, 19.30 Uhr

Aus der Praxis für die Praxis: Sicherheiten in der Ferkelfütterung
Bedingt durch rechtliche Vorschriften und gleichzeitig steigende Leistungen steht die Ferkelfütterung vor immer größeren Herausforderungen. Besonders in der kritischen Phase rund um das Absetzen gilt es die Fütterung so zu optimieren, dass später auftretende Probleme vermieden werden können. Neben der Futterzusammensetzung spielt das Fütterungsmanagement eine entscheidende Rolle. Daher lautet die grundlegende Frage: „Was ist heute fütterungstechnisch möglich und wie funktioniert es in der Praxis?“
Eva Maria Schoo, Eilers Futtermittel Emsdetten
Di, 7.2.2017, 21.30 Uhr
Do, 9.2.2017, 18.00 Uhr

Milchforum des WLV: Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeuger und Molkerei – Was muss angepackt werden?

▪ Lieferbeziehungen moderner gestalten -Forderungen der Milcherzeuger
Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes und DBV-Milchpräsident

▪ Aus der Krise lernen – Was muss im Molkereisektor angepackt werden?
Hans Stöcker, Vorstand FrieslandCampina

▪ Verlässliche Erzeugerpreise durch die Nutzung von Terminbörsen – Wie weit ist die Branche?
Johann Kalverkamp, Agrarberatung Lingen

▪ Begrüßung, Schlusswort: Wilhelm Brüggemeier, Vizepräsident WLV,
Moderation: Dr. Thomas Forstreuter, WLV

Mi, 8.2.2017, 11.00 – 13.00 Uhr

Unterirdische Wasseraufbereitung: Eisen- und manganfreies Wasser direkt aus dem Brunnen
Bei der Nutzung von Grundwasser treten oft Probleme mit der Wasserqualität auf. Erhöhter Eisengehalt führt zu schlechter Wasseraufnahme bei Tieren, weil das Wasser braun verfärbt ist und schlecht schmeckt. Außerdem hinterlässt das Eisen störende Ablagerungen in der gesamten Wasserversorgung und in Tränken. Im Vortrag wird mit der unterirdischen Enteisenung eine Lösung präsentiert, bei der das Grundwasser schon im Boden effizient und wirtschaftlich auf Trinkwasserqualität aufbereitet werden kann.
Dr. Torsten Winkelnkemper, Fermanox Wasseraufbereitungen, Wadersloh
Mi, 8.2.2017, 13.00 Uhr

Die neue Schenkungs- und Erbschaftssteuer – Wird die Hofübergabe teurer?
Lange wurde darauf gewartet, im Oktober 2016 wurde sie nun vom Bundesrat verabschiedet: die neue Erbschaftsteuerreform.
Nachdem die alte Gesetzesgrundlage durch das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt wurde, bestand insbesondere in Bezug auf die Steuerbefreiungen für Betriebsvermögen Handlungsbedarf.
Die Fragen, inwieweit diese Steuerbefreiungen, die auch das land- und forstwirtschaftliche Betriebsvermögen betreffen, durch die Reform modifiziert wurden und welche Konsequenzen sich daraus für die Hofübergabe ergeben, stehen im Mittelpunkt des Vortrages.
Bernhard Billermann und Felix Reimann, Münster wetreu Alfred Haupt KG
Mi, 8.2.2017, 13.30 Uhr

Tiergesundheit beim Kalb – Kälberaufzucht im Wandel
Die Relevanz einer gesunden Kälberphase ist wissenschaftlich bekannt, in der Praxis allerdings oft erschreckend wenig beachtet.
Der Vortrag zeigt, welche Vorteile eine gute Kälbergesundheitsvorsorge mit sich bringt und auf welche unterschiedlichen Arten diese stattfinden kann. Gleichzeitig wird ein Blick darauf geworfen, welche Maßnahmen künftig noch zeitgemäß sein werden und welche Arten der Tiergesunderhaltung vielleicht eingeschränkt werden. Agieren statt reagieren – und den Fokus bereits heute auf eine gesunde Kälberaufzucht legen.
Titus Zindler, Sloten GmbH, Diepholz
Mi, 8.2.2017, 15.30 Uhr

SparkassenForum:

Finanzieren in Zeiten volatiler Märkte / Finanzierungssicherheit für Agrarbetriebe
Dr. Klaus Hollenberg, Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt
Manfred Thivessen, Bürgschaftsbank NRW
Clara Woltering, Agrarunternehmerin und Handballtorhüterin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Coesfeld

Sowie
Stefan Menke, Sparkasse Paderborn-Detmold
Sparkassenverband Westfalen-Lippe

Quo vadis, Landwirtschaft?
So ähnlich könnte die Fragestellung rund um die Landwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland und somit auch in Nordrhein-Westfalen lauten. Der Wegfall von Absatzmärkten, die niedrigen Erzeugerpreise und das Niedrigzinsumfeld erhöhen aktuell die Herausforderungen an Finanzierungen im landwirtschaftlichen Bereich.
Die Experten der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen und der Sparkassen zeigen auf, wohin die Landwirtschaft gehen könnte, welchen Themen sich Landwirte stellen müssen und wie sich für Agrarbetriebe Finanzierungen sowie Investitionsvorhaben in Zeiten volatiler Märkte realisieren lassen.

Mi, 8.2.2017, 14.00 bis 15.30 Uhr

Potenzialanalyse für Biogasanlagen: Schwachstellen aufdecken, Potenziale erschließen
In dem Vortrag wird anhand von Beispielen vorgestellt, wie die Vorgehensweise bei einer Potenzialanalyse ist. Die Biogaserzeugung ist ein vielschichtiger Prozess. Die differenzierte Betrachtung von Gaserzeugung und Gasverwertung bringt dem Betreiber Klarheit, wo die größten Schwachstellen und/oder Potenziale liegen. Anhand der Ergebnisse und deren betriebswirtschaftlicher Bewertung wird die Wirtschaftlichkeit von Optimierungsmaßnahmen ermittelt.
Dietrich Prenger-Berninghoff, PlanET Biogastechnik GmbH, Vreden
Mi, 8.2.2017, 16.30 Uhr

Biogas: Die ‚Flexprämie‘ als wichtiger Bestandteil zur Anlagenoptimierung
Viele Biogasanlagen stehen derzeit an dem Punkt, dass größere Investitionen getätigt werden müssen, um die restlichen Jahre der EEG-Laufzeit effizient zu nutzen. Vor allem fehlende Lagerkapazitäten für Gärreste, zu kleine Gasspeicher und wartungsanfällige BHKW sind die Probleme älterer Anlagen. Zur Unterstützung der Finanzierung sollte ein Einstieg in die Direktvermarktung in Erwägung gezogen werden; denn so können weitere Erlöse und die für zehn Jahre garantierte Flexibilitätsprämie genutzt werden. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie eine sinnvolle Nutzung der Flexprämie aussehen kann.
Jens Flerlage, WELTEC BIOPOWER GmbH
Mi, 8.2.2017, 17.00 Uhr

Chemiefreie Feldhygiene: Phytosanitäre Strategien im Ackerbau
In der aktuellen Debatte über Pflanzenschutzmittel wird die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Chemikalieneinsatz deutlich. Neben der Zulassung von Glyphosat wird auch immer wieder allgemein über Pestizide gesprochen.
Feldhygiene ohne Chemikalien, geht das?  Wo liegen die Ursachen für Unkräuter im Bestand, welche alternativen Möglichkeiten kann der Landwirt von heute nutzen, um den Unkräuterdruck zu vermindern.
Schaderreger und Infektionsquellen wirksam vermeiden und Infektionsketten durchbrechen: An welchen Stellschrauben kann gedreht werden?
Christian Zurhake, Müthing GmbH & Co KG, Soest
Mi, 8.2.2017, 17.30 Uhr

Automatisierung von Fahrzeugwaagen und das Eichrecht 2017:
Verbesserungspotenziale, Selbstbedienbetrieb und Neuheiten
Im Mittelpunkt des Vortrages stehen das neue Eichrecht 2017 und seine Auswirkungen auf die Ausgestaltung der Fahrzeugwaagen. Wann ist das neue Recht anzuwenden? Welche Regelungen sind damit verbunden? Wann liegt ein geschäftlicher Verkehr vor, wann nicht?
Auch die Befundkontrolle der Eichämter, die Ermittlung von Nettogewichten und unterschiedliche Übergangsregelungen der Bundesländer werden beleuchtet. Der Vortrag gibt auch Lösungsansätze, um Engpässe an der Waage zu vermeiden, und Beispiele für automatisierte oder teilautomatisierte Wägungen mithilfe von Selbstbedienterminals.
Sven Runtemund, OAS AG, Bremen
Mi, 8.2.2017, 18.00 Uhr

Neue Tierwohlställe: Zukunftsfähige Lösungen für Abferkelställe, Mast und Ferkelaufzucht

Für die artgerechte Haltung von Sauen während der Geburt und anschließender Säugezeit gibt es für jeden Betrieb die passende Lösung. Das erhöhte Flächenangebot für die Sau, der Ferkelschutz und Bedienersicherheit stehen im Mittelpunkt der NatureLine Abferkelbuchten. Hier gibt es drei Varianten:
CombiBox: Ferkelschutzkorb mit der Möglichkeit zum Öffnen, für verschiedene Grundrisse und höchste Flexibilität die Maße betreffend.
BeFree: Bucht für die freie Abferkelung mit Möglichkeit zur Fixierung der Sau (2 bis 6 Tage).
WelCon: für freies Abferkeln ohne Fixiermöglichkeit im Abferkelbereich, jedoch zeitweise Fixiermöglichkeit im Fressbereich zum Schutz des Menschen – der neue Standard für Biobetriebe.

Das zum Patent angemeldete neue Maststallkonzept kombiniert mehr Tierwohl mit weniger Emissionen in der Schweinehaltung und den Ansprüchen der Schweinehalter nach ökonomisch rentablen und arbeitswirtschaftlichen Stallsystemen. Der NatureLine-Maststall ist ein in der Schweiz seit Jahrzehnten bewährter 3-Flächenstall, bei dem die Liegekiste begehbar ausgeführt ist, verstellbare Buchtenelemente enthält und der Zugang der Schweine zum vollüberdachten Auslaufbereich zum Fressen und Misten mit Auslauftüren ermöglicht wird. Bei konventionellen Schweinebetrieben kann mit einem Flächenbedarf ab nur 1,1 m² pro Mastschwein ein insgesamt besonders kostengünstiges und effizientes Haltungssystem erreicht werden.
Der Vortrag bietet einen Überblick über diese neuentwickelten Haltungssysteme.

Gerhard Lengauer, Schauer Agrotronic GmbH, Prambachkirchen/Österreich
Mi, 8.2.2017, 19.00 Uhr

Sicheres Wachstum durch richtige Finanzierung – Das kann Bank.

Zur langfristigen Sicherung der einzelbetrieblichen Wettbewerbsfähigkeit sind Wachstumsschritte/Investitionen unabdingbar. Im Kontext …
– zunehmender Größe und Umfang der Wachstumsschritte
– bei gleichzeitig begrenzt zur Verfügung stehenden Sicherheiten
– in einem Marktumfeld, das von zunehmenden Preisschwankungen geprägt ist.

Cashflow-orientierte Finanzierung – Fremdfinanzierungsvolumen orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens und nicht am Wert der Sicherheiten; das muss einhergehen mit einer hierfür erforderlichen detaillieren Betriebsanalyse, um den zunehmenden Liquiditätsrisiken (mittels Sensitivitätsanalyse) ausreichend Rechnung tragen zu können.

Lutz Wildermann, Deutsche Kreditbank AG, Berlin
Mi, 8.2.2017, 19.30 Uhr

Notwendige Maßnahmen und Vollmachten zur Erhaltung der Handlungsfähigkeit:
Der Notfallordner – ein Muss für jeden aktiven Landwirt!
Was ist zu tun, wenn der Betriebsleiter durch Krankheit oder Tod plötzlich ausfällt? Wo sind die Unterlagen abgeheftet, die für die Fortführung des Betriebes notwendig sind? Häufig stehen Angehörige genau vor diesen Fragen, wenn Sie völlig unerwartet die Rolle des Betriebsleiters übernehmen müssen.
Der sog. Vorsorgeordner bietet in solchen Notsituationen Abhilfe. Was Sie wirklich brauchen und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie hier kompakt zusammengefasst.
Bernhard Billermann und Felix Reimann, wetreu Alfred Haupt KG, Münster
Mi, 8.2.2017, 20.00 Uhr

„Günstig“ oder doch besser „Teuer“?
Welchen Einfluss hat der Milchaustauscher auf die Leistung der Tiere?
Die Futterverwertung ist bei jungen Tieren in den ersten Lebenswochen besonders hoch. Um das volle Leistungspotenzial der Tiere in den ersten Wochen abzurufen, kommt dem Milchaustauscher auf Milchviehbetrieben, vor allem auf Zukaufbetrieben, eine besondere Rolle zu.
Welchen Einfluss ein hochwertiges Produkt, nicht nur auf die Wachstumsergebnisse, sondern auch auf Gesundheit, Zufressen und Homogenität der unterschiedlichen Gruppen hat, soll in diesem Vortrag erläutert und mit Zahlen untermauert werden.
Bernd Fischer, Denkavit Futtermittel GmbH, Warendorf
Mi, 8.2.2017, 21.30 Uhr

Öffentliche Vortragstagung der Landwirtschaftskammer NRW „Schweine im Blick“

Die Schweinehaltung in Nordwestdeutschland ist durch eine Vielzahl von Änderungen im Bau-, Umwelt- und Tierschutzrecht besonders betroffen. Zudem war die Marktsituation im letzten Wirtschaftsjahr für Schweinemäster unbefriedigend und für Ferkelerzeuger nahezu desolat. Trotz oder gerade angesichts dieser negativen Entwicklungen ist es wichtig, den Blick nach vorne zu richten.

Mit den Vortragsthemen möchte die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Antworten auf Fragen geben, die im Zusammenhang mit der weiteren betrieblichen Entwicklung gestellt und beantwortet werden müssen. Angesichts einer veränderten Auslegung der Tierschutznutztierhaltungsverordnung stehen zukunftsorientierte Haltungsverfahren für die Ferkelerzeugung und Erfahrungen von Praktikern mit dem unkupierten Ringelschwanz genauso auf der Tagesordnung wie die an die novellierte Düngeverordnung angepassten Fütterungsstrategien. Auch Nutzen und Brauchbarkeit von Schlachthofbefunden für das Betriebsmanagement in der Schweinemast sind Thema.

Die Landwirtschaftskammer NRW lädt herzlich zu der kostenfreien Vortragsveranstaltung ein.
Do, 9.2.2017, 10 – 13 Uhr

Licht im Schweinestall: Wie viel Licht braucht das Schwein?
Modernen Lichtsystemen in der Schweinehaltung messen Landwirte aktuell eine eher geringe Bedeutung zu, obwohl diese einen großen Einfluss haben.
Im ersten Moment liegt die Vermutung nahe, dass dies ein rein ökonomischer Einfluss ist, jedoch wirft der Vortrag den Blick auch auf die physiologische, arbeitswirtschaftliche und rechtliche Sicht.
Daniell Holling, Big Dutchman International, Vechta
Do, 9.2.2017, 14.30 Uhr

Lenksysteme, Maschinensteuerung und Präzisionslandwirtschaft im Alltag
Die Agrarmanagement-Systemlösungen (AMS) von John Deere beinhalten eine Reihe integrierter Produkte zur Steigerung der Maschinen- und Betriebsleistung eines landwirtschaftlichen Betriebs. Integrierte Satellitengesteuerte Lenksysteme und Maschinensteuerungen ermöglichen es, die Betriebskosten zu senken und die Arbeit – mit einer höheren Produktivität – stressfreier zu gestalten. Mithilfe der intelligenten Präzisionslandwirtschaft wird eine gesteigerte Effizienz bei Agrarproduktion erreicht.
Rainer Uckelmann, Greving Landmaschinen, Ahaus
Do, 9.2.2017, 15.00 Uhr

 

Vernetzte Landwirtschaft – Chancen und Risiken der Digitalisierung auf dem Land
Webbasierte und mobile Plattformen haben in kurzer Zeit eine starke Verbreitung in allen Lebensbereichen gefunden. Auch für landwirtschaftliche Nutzer finden sich zunehmend mobile Werkzeuge zur betriebsübergreifender Prozessvernetzung und -optimierung.
Ein Kennzeichen aktueller Online-Lösungen ist die Einbindung von Tablets und Smartphones. Das senkt die Kosten und schafft mit App-Technologien eine intuitive Bedienbarkeit. Wichtig für den Anwender ist neben Kosten-/ Nutzenüberlegungen auch der Schutz persönlicher und betrieblicher Daten.
Dr. Hans-Peter Grothaus, m2xpert, Bielefeld
Do, 9.2.2017, 16.00 Uhr

Darmstabilisatoren in der Schweinemast: Dys‎biosen gezielt vermeiden

Dysbiose im Darm ist (im Gegensatz zur Eubiose, der stabilen, ausgewogenen Mikroflora) eine Erscheinung, die auch mit Kotuntersuchungen keinem klar zu identifizierenden Erreger zuzuordnen ist, dennoch aber zu massiven Ertragsverlusten führen kann. Die unspezifischen Symptome verhindern oft eine klare Ansprache und die entsprechenden Gegenmaßnahmen. Diese Störung der Balance in der Mikroflora des Magen-Darm-Traktes mit Schwerpunkt in Ileum und Dickdarm hat Folgen: eine verringerte Futteraufnahme, eine schlechtere Zuwachsleistung, ein erhöhter Futteraufwand je kg Zuwachs und unspezifische Durchfallerscheinungen.

Werden derartige Dysbiosen nicht vorbeugend behoben, können sie zu einer sich manifestierenden Erkrankung des Tieres mit schweren Durchfällen und weiteren Erkrankungssymptomen führen. Vorbeugen lässt sich durch gutes Management (einschließlich Fütterung). Insbesondere vor dem Hintergrund der Kennzahlen zur betrieblichen Therapiehäufigkeit ist zu schauen, wie der Dysbiose-Kreislauf alternativ durchbrochen werden kann. Bisherige Lösungsansätze zur Prävention von Dysbiosen basieren häufig auf der Nutzung eines einzelnen Futtermittelzusatzstoffes.

Dr. Heinrich Kleine Klausing, EW Nutrition GmbH, Visbek
Do, 9.2.2017, 17.00 Uhr

„Sporentief rein?“- Moderne biologische Milieuarbeit in Tierställen
Die Hygiene stellt uns in Zeiten von multiresistenten Keimen, Salmonellenmonitoring und Clostridienproblemen vor neue Herausforderungen. Der Vortrag gibt Landwirten Einblicke in die Welt des Mikrokosmos und soll Hintergründe sowie Lösungsansätze zu aktuellen Fragen über Infektionen und Hygienemaßnahmen aufzeigen.
Tierarzt Jürgen Neuhaus, Kanne-Brottrunk, Selm
Do, 9.2.2017, 17.30 Uhr

Dosieren leicht gemacht – neue Perspektiven in der Legehennenfütterung

In der Legehennenhaltung werden verschiedene Produkte zur Unterstützung von Leistung und Gesundheit der Tiere eingesetzt. Insbesondere der Einsatz von funktionalen Futtermittelzusatzstoffen und Ergänzungsfuttermitteln wurde in den letzten Jahren intensiviert.

Dabei hat sich der Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln direkt auf dem Betrieb etabliert. Diese als wasserlösliches Pulver oder als in Wasser emulgierbare Flüssigkeiten angebotenen Produkte enthalten die benötigten Futtermittelzusatzstoffe in entsprechenden Konzentrationen und werden zur Dosierung über das Tränkwasser eingesetzt. Die technische Anwendung ist allerdings eine Herausforderung: Einige Futtermittelzusatzstoffe sind nicht wasserlöslich und daher schwer über diesen Weg nutzbar. Zudem sind Reaktionszeit und Homogenität der Gabe je Einzeltier abhängig von Aufbau und Volumen des installierten Leitungssystems. Der korrekte und erfolgreiche Einsatz eines Ergänzungsfuttermittels setzt jedoch eine individuelle Kalkulation des Produktbedarfs und des Dosiervolumens vor jeder Gabe voraus.

Vorgestellt wird ein Dosiersystem, das flüssige Ergänzungsfuttermittel direkt ins Futter dosiert. Angetrieben wird es durch die Futterkette. Ein ab Werk voreingestelltes Dosiervolumen gewährleistet die korrekte Dosiermenge pro Einzeltier. Untersuchungen nach DIN 10529-1 bestätigen eine homogene Verteilung über die gesamte Länge des Futtertrogs.

Timo Rothstein, EW Nutrition GmbH
Do, 9.2.2017, 18.30 Uhr

Verzicht auf das Schnabelkürzen bei Legehennen:
Neue Herausforderung für die Bekämpfung der Roten Vogelmilbe
Beim Anblick der Vogelmilbe sieht der Legehennenhalter, im wahrsten Sinne des Wortes, „Rot“. Übertragung von Krankheiten, Verlust von Blut, extremer Stressfaktor für Mensch und Tier, Verschlechterung der Eiqualität bis hin zum Federpicken in der Herde sind nur einige Folgen, die die Rote Vogelmilbe in den Legehennnenbeständen anrichten kann. Besonders in der aktuellen Diskussion um den Verzicht der Schnabelkürzung wird der Milbenbekämpfung eine wachsende Bedeutung zukommen.
Andre Stevens, AGRAVIS Raiffeisen, Münster
Do, 9.2.2017, 19.00 Uhr

Der bäuerliche Bürgerwindpark:
Chancen und Risiken in der Ausschreibung der EEG-Vergütung für Windenergie
Windenergieprojekte, die von diesem Jahr an eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erhalten, müssen sich für ihre Einspeisevergütung einem Bieterverfahren (Ausschreibungsverfahren) stellen. Bürgerwindprojekte sollen durch Erleichterungen im Ausschreibungsverfahren gefördert werden. Die neuen Regelungen bieten Bürgerwindgesellschaften gute Chancen, auch in Zukunft Windenergieanlagen wirtschaftlich betreiben zu können.
Der Vortrag beleuchtet diese Sonderregelungen und zeigt Ihnen auf, wie auch kleine Akteure im EEG 2017 erfolgreich bestehen können.
Heinz Thier, BBWind Projektberatungsgesellschaft, Münster
Do, 9.2.2017, 20.00 Uhr

Neue Düngeverordnung: Chance oder Risiko für die Landwirtschaft
Neben zunehmenden Wetterextremen werden auch die Vorschriften in der neuen Düngeverordnung dazu führen, dass die Effizienz bei der Stickstoffdüngung weiter gesteigert werden muss. Stabilisierte Düngesysteme helfen, dass die Pflanze mehr Stickstoff aufnehmen kann und weniger Stickstoff in Form von Nitrat und Lachgas verlorengeht.
Neben der erhöhten Stickstoffeffizienz bieten stabilisierte Düngesysteme weitere Vorteile, wie Einsparung von Überfahrten und flexiblere Düngetermine, die vom Landwirt genutzt werden können. Aus diesem Grund kann die neue Düngeverordnung für die Landwirtschaft auch als Chance gesehen werden, die Effizienz im Umgang mit Ressourcen zu steigern und Verluste zu reduzieren.
Dr. Maximilian Severin, SKW Stickstoffwerke Piesteritz
Do, 9.2.2017, 20.30 Uhr

Orientierung gesucht – Agrarpolitik im Wahljahr

Weltweit müssen sich Erzeuger in nahezu allen Bereiche der Landwirtschaft auf zunehmende Marktschwankungen einstellen; neue Instrumente zum Umgang damit stehen nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Der Strukturwandel beschleunigt sich und viele Betriebe stehen vor der Entscheidung ihre Produktion aufzugeben, während andere wachsen werden. Für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) sind erwarten Experten für den Zeitraum nach 2020 vorläufig keine besonderen Veränderungen. Sicher scheint jedoch, dass die Mittel, die der EU für die Agrarpolitik zur Verfügung stehen, weiter sinken. Auch mit Anpassungen in der Prämiengestaltung (Umschichtung – Greening etc.) ist zu rechnen.

Auf der nationalen Ebene in Deutschland erwarten die Erzeuger konkrete Vorgaben der Agrarpolitik, besonders auf dem Gebiet der Reduzierung und Umverteilung der Stickstoff-Einträge (Düngeverordnung) sowie bei den Vorgaben zu Stallbau und Tierhaltung. Hier herrscht große Verunsicherung, bleiben Investitionen aus.

In Deutschland stehen im Jahr 2017 wichtige Wahlen an: Landtagswahlen im Saarland (März), in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (Mai) sowie die Bundestagswahl im September 2017. Voraussichtlich stehen dabei alle Themen rund um die Landwirtschaft im Fokus und werden zu kontroversen Diskussionen führen.

Dr. Jürgen Struck, agrarzeitung/ Deutscher Fachverlag, Frankfurt
Fr, 10.2.2017, 13.00 Uhr

 

Am Puls der Zeit? Moderne Personalgewinnung in Zeiten des Fachkräftemangels.
Ergebnisse und Perspektiven der HR-Trendstudie AGRAR.

Im Wettbewerb um gute Mitarbeiter müssen sich die Unternehmen der Agrarbranche richtig anstrengen. Der demographische Wandel und die älter werdende Gesellschaft führen zu einem Fachkräftemangel, der sich bei vielen Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelsektors zeigt und in den nächsten Jahren verstärken wird.

Welche Konsequenzen das für Unternehmen wie Bewerber und möglicherweise auch für die politischen Entscheider in der Branche hat, zeigt die HR- Trendstudie für das Agribusiness, die die Dr. Schwerdtfeger Agri HR Consult erstmals Ende 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Dafür wertete das Unternehmen bundesweit Daten von ca. 50 Unternehmen aus allen Fachbereichen (Technik, Pflanze, Tier, Food etc.) aus. In der teilstandardisierten Erhebung mittels Experteninterviews konnten interessante Eckpunkte ausgemacht werden, die für die strategische Ausrichtung der Unternehmen in Sachen Personal von erheblicher Bedeutung sind.

Dr. Clemens Schwerdtfeger, Dr. Schwerdfeger Agri HR Consult, Emstek
Fr, 10.2.2017, 13.30 Uhr

Wie geht Kassenführung?
Steuerliche Aufzeichnungspflichten für Direktvermarkter und Landwirte mit Barverkauf:
Neue Regelungen und Hinweise zur praktischen Handhabung
Immer höhere Anforderungen an die korrekte Führung einer Barkasse stellen Hofläden, Hofcafés und Direktvermarkter vor zunehmende Herausforderungen.
Vielfach sind Betriebe mit Barkassenführung zum Prüfungsschwerpunkt der Finanzverwaltung geworden. Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, die Grundsätze einer ordnungsmäßigen Kassenführung zu kennen und penibel zu befolgen. Egal ob offene Ladenkasse oder elektronische Registrierkasse – Mängel in der Kassenführung können im Prüfungsfall einen hohen Preis haben.
Bernhard Billermann und Felix Reimann, wetreu Alfred Haupt KG, Münster
Fr, 10.2.2017, 14.00 Uhr

Energiekosten im Griff:
Photovoltaik und Stromspeicher zur Eigenversorgung im landwirtschaftlichen

Momentan liegt der Strompreis für landwirtschaftliche Betriebe bei 16 bis 22 Cent die kWh. Die anhaltenden Preissteigerungen stellen eine kritische Planungsunsicherheit dar. Daher ist es sinnvoll, möglichst wenig Strom aus dem Netz zu beziehen und stattdessen auf selbst produzierten Sonnenstrom zu setzen. Das führt zu langfristig preisstabilen Stromkosten und Unabhängigkeit vom Versorger. Monatliche Mehrkosten durch die Finanzierung einer Solaranlage ergeben sich dabei grundsätzlich nicht, da laufende Betriebskosten, d.h. die jetzigen Stromkosten, einfach zur Tilgung eines Kredits herangezogen werden.

Wer an der Eigenerzeugung von Solarstrom interessiert ist, für den gibt es mittlerweile auch interessante und wirtschaftliche Lösungen zur Stromspeicherungen; die führen zu einer noch größeren Unabhängigkeit.

Wer nicht selbst investieren möchte, hat aber möglicherweise Interesse, seine Dachflächen (ab ca. 1.000m²) bei schlüsselfertigen Projekten an Investoren zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall erhält man dafür über die nächsten 20 Jahre eine gesicherte Pacht, trägt dabei aber kein unternehmerisches Risiko.

Udo Vermaßen, B & W Energy GmbH & Co KG, Heiden
Fr, 10.2.2017, 14.30 Uhr

Planung und Projektierung von automatischen beschickbaren Biomassefeuerungsanlagen
in der Land- und Forstwirtschaft. Gesetzliche Vorgaben und praktische Empfehlungen

Der Vortrag beleuchtet folgende Punkte:
▪ Biomasse-Brennstoffe; Herkunft, Klassifizierung und damit verbundene Rahmenbedingungen
▪ Feuerungstechniken; Biomassekessel, Hackgutkessel, Pelletkessel
▪ Brennstoffkosten-Entwicklung
▪ Gesetzliche Vorgaben und praktische Empfehlungen zur Gestaltung des Heizungsraumes
▪ Gesetzliche Vorgaben und praktische Empfehlungen zur Festbrennstoff-Lagerung und Logistik
▪ Bundes-Immissionsschutz-Gesetz BImSchG
▪ Vorstellung realisierter Projekte
▪ Förderprogramme

Christoph Wissing, döpik Energietechnik GmbH, Stadtlohn
Fr, 10.2.2017, 15.00 Uhr

Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration- Bewertung der vorhandenen Alternativen

Das Datum 1. Januar 2019 zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration ist im Tierschutzgesetz verankert. Um dieses Ziel umzusetzen, haben Landwirte drei Alternativen:
▪ Jungebermast,
▪ Impfung gegen Ebergeruch,
▪ Kastration unter Betäubung und Einsatz von schmerzlindernden Präparaten.

Der Vortrag stellt – basierend auf wissenschaftlichen Studien – die unterschiedlichen Methoden mit ihren jeweiligen Chancen und Risiken vor. Im Fokus stehen die Funktionsweise der Impfung, der Ablauf bei den Narkosemethoden sowie die möglichen biologischen Leistungen und Umsetzung der drei Methoden.

Da es für den Landwirt nicht ‚die‘ richtige Entscheidung gibt, müssen die Vor- und Nachteile einzelbetrieblich abgewogen werden.

Dr. Thorsten Bekendorf, Zoetis, Berlin, in Kooperation mit Schweinevermarktung Rheinland (SVR)
Fr, 10.2.2017, 16.00 Uhr

Genomische Selektion in der Schweinezucht: Was ist möglich?

Bereits in der Entwicklungsphase der genomischen Selektion in der Schweinezucht waren Schweinezuchtunternehmen in der Lage, eine Referenzliste (Eberpool) zu erstellen und diese auch auf verschiedene Merkmale zu überprüfen. Die genomischen Zuchtwerte werden heute mittlerweile routinemäßig ermittelt und täglich bei der Selektion der ausgewählten Tiere in Zuchtunternehmen in der Schweineindustrie eingesetzt. Die genomische Zucht lässt genauere Werte, ein besseres Verständnis vom DNA-Aufbau und einen maßgeschneiderten Ansatz bei der Umsetzung dieses Programms im Markt zu. Die Genauigkeit der genetischen Selektion in der Schweinezucht wird deutlich besser.

Jetzt wird erwartet, dass die genomische Selektion (je nach Merkmal) 20 bis 50 % zusätzlichen Fortschritt auch in den mütterlichen Linien liefert. In diesen Linien liegt der Fokus auf den Reproduktions-Merkmalen. Diese Merkmale haben eine niedrige Vererbung und können erst nach einiger Zeit genauer bemessen werden. Durch die zusätzlichen genomischen Informationen liefern die ausgewählten Tiere in den mütterlichen Linien eine genauere Voraussage ihrer genetischen Leistung für die Reproduktions-Merkmale und dies bereits zu Lebensbeginn. Daraus resultierend lassen sich die Zuchttiere genauer ermitteln.

Dr. Peter Heinrichs, Hypor/Hendrix Genetics, Sittensen
Fr, 10.2.2017, 17.00 Uhr

Verbesserung von Tränkewasserhygiene und Darmgesundheit im Schweine haltenden Betrieb durch Einsatz organischer Säuren
Aufgrund eines z. T. hohen Infektionsdruckes werden große Mengen an Medikamenten sowie Zusatzstoffen über die Tränkeleitungen verabreicht. Hierdurch kann ein Biofilm in den Leitungen entstehen. Der gezielte Einsatz von organischen Säuren über das Tränkewasser kann diesen Vorgang unterbinden, was die Wasserqualität enorm verbessert. Als positive Folge steigt die Wasseraufnahme stark an. Darüber hinaus wird die Mikroflora im Darm geschont und die Darmgesundheit unterstützt. In Versuchen konnte dies eindrucksvoll belegt werden.
Frederik Zeller, Milkivit/Trouw Nutrition Deutschland, Burgheim
Fr, 10.2.2017, 17.30 Uhr

Neues zur Umsatzsteuer – Futterhandel, Viehvermarktung, Tierwohl.
Wo liegen Risiken für pauschalierende und regelbesteuerte landwirtschaftliche Unternehmer?

Mehr als zwei Jahre ist es her, seit die Futterhandelsgesellschaften das erste Mal in den Fokus der Finanzverwaltung geraten sind und viele Landwirte damit vor neue umsatzsteuerliche Herausforderungen gestellt wurden. Was hat sich seither auf diesem Gebiet getan?

Mit der Frage nach der Umsatzsteuerpflicht von Zahlungen im Rahmen der Initiative Tierwohl wird ein weiterer umsatzsteuerlicher Brennpunkt aufgegriffen. Wer einen höheren Standard bei der Tierhaltung einführt, scheint derzeit durch den Fiskus bestraft zu werden.

Bernhard Billermann und Felix Reimann, wetreu Alfred Haupt KG, Münster
Fr, 10.2.2017, 18.00 Uhr

Grundsätze ordnungsgemäßer Belegablage

Stichwort GoDB: Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie Datenzugriff sind seit dem 1. Januar 2015 vorgeschrieben. Dabei hat der Gesetzgeber für die Verwendung und Archivierung von digitalen Belegen strenge Auflagen formuliert.

Was auf dem Weg zum „digitalen Agrarbüro“ zu beachten ist, erläutert Steuerberater Burkhard Lamotte an praktischen Beispielen, z. B. am Umgang mit elektronischen Rechnungen und der Barkassenführung.

Steuerberater Burkhard Lamotte, BSB-GmbH Landw. Buchstelle, Münster
Fr, 10.2.2017, 19.00 Uhr

Kolostrumqualität und vitale Ferkel – Fahrplan zur Fütterung und Geburtsvorbereitung von Sauen

Die Fütterung der Sauen in der Hochträchtigkeit bis über die Geburt muss neu überdacht werden. Die Föten wachsen gerade in den letzten Wochen und Tagen vor der Geburt stark. Zudem setzt vor der Geburt der Aufbau des Gesäuges ein und Kolostrum wird gebildet.

Bekommt die Sau in dieser sensiblen Phase zu wenig Nährstoffe über die Fütterung, ist die Gewichtszunahme der Föten und die Ausreifung der Organe nicht ideal. Zudem werden weniger Glykogenreserven im Körper des Ferkels eingelagert. Die Vitalität der neugeborenen Ferkel ist gefährdet.

Alexandra Grimm, AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster
Fr, 10.2.2017, 20.00 Uhr

Aus Sicht der Landwirte: Was muss eine moderne digitale Ackerschlagkartei können?

Für Ackerschlagkarteien gibt es diverse technische Lösungen. In diesem Vortrag wird eine spezifische Ackerschlagkartei vorgestellt, die zusammen mit Landwirten aus unterschiedlichen europäischen Staaten entwickelt wurde und sich dabei ausschließlich nach ihren Wünschen richtete.

Ausgangspunkt ist die gesetzliche Regelung der landwirtschaftlichen Dokumentation, die für viele Landwirte ein störender bürokratischer Akt ist. Wenn man die Dokumentation aber umgekehrt nutzt, können betriebswirtschaftliche Potenziale offengelegt werden, womit sich möglicherweise Kosten senken und Erträge steigern lassen. Um den  Informationsverlust zwischen Feld und Büro zu minimieren und den Landwirt bzgl. der Dokumentation zu entlasten, ist es wichtig, Daten und Notizen bei der Bearbeitung auf dem Feld bereits einzugeben; dafür sollte die Ackerschlagkartei also auch mobil von unterschiedlichen Personen zu nutzen sein.

Das Programm bietet noch mehr: automatisierter Import der Schläge aus dem Mehrfachantrag, Beraterfunktionen, Vergleichsfunktionen, Kartenmaterial, Wetteranalysen (aufbereitet für die Standorte der Schläge), die mobile App mit der Funktion, Notizen zu machen und Besonderheiten abzufotografieren, und viele weitere nützliche Funktionen.

Dr. Christian Schmidt, VitalFields, Tallin/Estland
Fr, 10.2.2017, 20.30 Uhr